Aidone
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Aidone e l'Etna - Erminio Gattuso

Aus der Sicht vieler Bewohner von Aidone wird das Städtchen nicht nur durch sein greifbares und unberührbares Kulturerbe vertreten. Vielmehr bildet der Ort eine Einheit mit der Landschaft, in die er getaucht ist (und die er beherrscht). Außerdem ist er das Ergebnis der Einbindung dieser Landschaft mit der Lebensart der Aidonesen, die sich durch eine auffallende Gastfreundschaft, Offenheit und Herzlichkeit auszeichnen. Also nicht nur eine Landschaft aus Steinen: Hier treffen sich menschliche und natürliche Landschaft, sie verschmelzen und zeigen sich dem Besucher. Dies klingt etwas übertrieben. Wenn Sie allerdings Aidone erreichen und dessen Klima erleben, werden Sie sich davon überzeugen, dass all dies für diese überraschende Stadt zutrifft, die für Erzählung und Empfang bereit ist. Vielleicht weil sie inmitten der Monti Erei liegt; vielleicht weil sich rundum Wälder und bestellte Felder, Täler und Hügel abwechseln; vielleicht weil man jenseits des Tals und der darunter liegenden Ebene respektvoll auf den Ätna blickt und ihn angeht; vielleicht weil der Ort so nahe an Morgantina liegt: Selten kann man mit nur einem Blick im direkten Umfeld verstehen, wie eine Stadt zur Zeit der Römer lebte; vielleicht ist es aber auch der gallisch-italienische Dialekt; vielleicht sind es die Speisen, die man hier verzehrt, die Luft, die man hier einatmet; oder vielleicht ist es diese historische Neigung zur Gastfreundschaft, selbst in kriegerischen Zeiten. Vielleicht ist es all dies. In jedem Fall macht all dies Aidone zu einem Reiseziel, das man sich nicht entgehen lassen sollte, um auch von hier den Sinn des sizilianischen Landesinneren zu erfassen.
Wann die antike ‚Ayn-dun‘ (Wasserquelle) neben dem nahe gelegenen Morgantina (Herbita) entstand, ist noch nicht vollkommen geklärt. Der Historiker Tommaso Fazello führt die Gründung des Ortszentrums mit seiner Festung (Die Burg, “U Castdazz”) und Basilika auf die Zeit der Normannen nach der Vertreibung der Araber (11. – 12. Jahrhundert) zurück. Waren es lombardische Siedler, die den Ort im Gefolge von Graf Ruggero d’Altavilla gründeten? Sicher ist, dass der Dialekt heute zweifellos gallisch-italienisch ist und Aidone damit zu den sogenannten “lombardischen Gemeinden” wie Sperlinga, Piazza Armerina, Nicosia, S. Fratello, Novara Sicula, Patti und Montalbano gehört. Heute bedeutet die Ankunft in Aidone den Besuch eines Ortes mit einem arabischen Erbe, das sich in Ortsnamen und Städtebau niederschlägt (Kontraden Menzagno, Giresi, Mirenna). Hier findet man das reichhaltige Archäologiemuseum, das unter anderem die ‚Dea di Morgantina‘ beherbergt, sowie Kirchen und Straßen. Ein Besuch hier bedeutet aber vor allem, diese mit Menschen, Geschichte und Aussichten verflochtene Landschaft zu genießen, die vielleicht deren packendste Eigenschaft ist.

  Click to listen highlighted text! Aus der Sicht vieler Bewohner von Aidone wird das Städtchen nicht nur durch sein greifbares und unberührbares Kulturerbe vertreten. Vielmehr bildet der Ort eine Einheit mit der Landschaft, in die er getaucht ist (und die er beherrscht). Außerdem ist er das Ergebnis der Einbindung dieser Landschaft mit der Lebensart der Aidonesen, die sich durch eine auffallende Gastfreundschaft, Offenheit und Herzlichkeit auszeichnen. Also nicht nur eine Landschaft aus Steinen: Hier treffen sich menschliche und natürliche Landschaft, sie verschmelzen und zeigen sich dem Besucher. Dies klingt etwas übertrieben. Wenn Sie allerdings Aidone erreichen und dessen Klima erleben, werden Sie sich davon überzeugen, dass all dies für diese überraschende Stadt zutrifft, die für Erzählung und Empfang bereit ist. Vielleicht weil sie inmitten der Monti Erei liegt; vielleicht weil sich rundum Wälder und bestellte Felder, Täler und Hügel abwechseln; vielleicht weil man jenseits des Tals und der darunter liegenden Ebene respektvoll auf den Ätna blickt und ihn angeht; vielleicht weil der Ort so nahe an Morgantina liegt: Selten kann man mit nur einem Blick im direkten Umfeld verstehen, wie eine Stadt zur Zeit der Römer lebte; vielleicht ist es aber auch der gallisch-italienische Dialekt; vielleicht sind es die Speisen, die man hier verzehrt, die Luft, die man hier einatmet; oder vielleicht ist es diese historische Neigung zur Gastfreundschaft, selbst in kriegerischen Zeiten. Vielleicht ist es all dies. In jedem Fall macht all dies Aidone zu einem Reiseziel, das man sich nicht entgehen lassen sollte, um auch von hier den Sinn des sizilianischen Landesinneren zu erfassen. Wann die antike ‚Ayn-dun‘ (Wasserquelle) neben dem nahe gelegenen Morgantina (Herbita) entstand, ist noch nicht vollkommen geklärt. Der Historiker Tommaso Fazello führt die Gründung des Ortszentrums mit seiner Festung (Die Burg, “U Castdazz”) und Basilika auf die Zeit der Normannen nach der Vertreibung der Araber (11. – 12. Jahrhundert) zurück. Waren es lombardische Siedler, die den Ort im Gefolge von Graf Ruggero d’Altavilla gründeten? Sicher ist, dass der Dialekt heute zweifellos gallisch-italienisch ist und Aidone damit zu den sogenannten “lombardischen Gemeinden” wie Sperlinga, Piazza Armerina, Nicosia, S. Fratello, Novara Sicula, Patti und Montalbano gehört. Heute bedeutet die Ankunft in Aidone den Besuch eines Ortes mit einem arabischen Erbe, das sich in Ortsnamen und Städtebau niederschlägt (Kontraden Menzagno, Giresi, Mirenna). Hier findet man das reichhaltige Archäologiemuseum, das unter anderem die ‚Dea di Morgantina‘ beherbergt, sowie Kirchen und Straßen. Ein Besuch hier bedeutet aber vor allem, diese mit Menschen, Geschichte und Aussichten verflochtene Landschaft zu genießen, die vielleicht deren packendste Eigenschaft ist.

 


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